Historie

Geschichtlicher Überblick

Walter Graser, ein Pfälzer Künstler, gründete 1973 in Bad Dürkheim eine „Malschule” unter dem Dach des Volksbildungswerkes. Im gleichen Jahr, am 29. Oktober 1973, erfolgte der Umzug in die frei gewordenen Räume des städtischen Kindergartens in der Kirchgasse in Bad Dürkheim, worauf sich die Institution offiziell in Offene Werkstatt umbenannte. Der Träger der Einrichtung war noch bis einschließlich 1983 die Stadt Bad Dürkheim.
Nach fünf Jahren des erfolgreichen Arbeitens geriet die Offene Werkstatt in eine Entwicklungskrise. Im Jahr 1983, nachdem Walter Graser zum Jahresende gekündigt hatte, drohte die Schließung wegen schlechter Besucherzahlen und steigender Defizite. In dieser Situation übernahm 1984 der Kunstverein Bad Dürkheim die Trägerschaft der Offenen Werkstatt.

Ab dem Jahr 1985 wurden der Offenen Werkstatt auf Betreiben des Kunstvereinsvorsitzenden Siegmund Crämer neue Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Die Stadt Bad Dürkheim kaufte einen alten Winzerhof an, das „Haus Catoir”,  und richtete ein Kulturzentrum ein. Dieses beinhaltet heute neben der Offenen Werkstatt die städtische Musikschule, die Stadtbücherei und das Stadtmuseum, sowie Räumlichkeiten für weitere kulturelle Veranstaltungen.

Im Jahr 2016 hat sich die Einrichtung, die sehr gut in Bad Dürkheim verwurzelt ist und auch weit über die Stadtgrenzen hinaus einen sehr guten Ruf genießt, einen neuen Namen gegeben: Offene Kreativ-Werkstatt.

30 Jahre konzeptionelle Gedanken der Offenen Kreativ-Werkstatt

In einem am 16.05.1973 entstandenen Entwurf einer Konzeption schreibt Walter Graser als Einleitung: „Offene Werkstatt ist die Bezeichnung einer Begegnungsstätte für Menschen jeglichen Alters. Mit Hilfe kultureller Techniken sollen das Selbstdarstellen, das Selbsterfahren und -erkennen, sowie die offene Kommunikation darüber angeregt, erweitert oder wiederhergestellt werden” (Graser 1973, Entwurf, S. 1). Er stellt die Interessen und Bedürfnisse und die Freiheit des Menschen in den Mittelpunkt der kunstpädagogischen Arbeit. Das Wort „offen”, das Gegenteil von „verschlossen, abgeschlossen, eingeschlossen”, steht für den Charakter der Begegnung, deren Verarbeitung und deren Auswirkungen” (Graser 1973, Entwurf, S. 1).

Ab 1986 übernahm Hannelore Glaser die Leitung der Offenen Werkstatt. Um der Öffentlichkeit einen Einblick in die Arbeit der Offenen Werkstatt zu bieten und die eigene Position gegenüber der Stadt Bad Dürkheim zu festigen, verfasste Hannelore Glaser 1993 eine Konzeption und eine Selbstdarstellung der Einrichtung.

„Persönlichkeitsbildung und Erziehung zum sozial verantworteten Verhalten bestimmen die Ziele der Arbeit in der Offene Werkstatt. Dahinter steht das Menschenbild eines starken, selbstbestimmenden und handlungsfähigen Individuums, das sich als Teil einer demokratischen Gesellschaft sieht.” (Glaser 1993, Konzeption, S. 3). Vier Punkte sind dabei besonders wichtig. Die Besucher der Offene Werkstatt sollen:
„LERNEN, sich mit gestalterischen Mitteln zunehmend differenzierter zu artikulieren (Bild, Bewegung, Spiel, Sprache),GEFÖRDERT WERDEN, ihre persönlichen Ausdrucksformen zu entdecken, zu entwickeln und zu behaupten, ERFAHREN, dass unterschiedliche Formen von Kulturen nebeneinander bestehen, regionale, traditionelle und neue Formen (Brauchtum und zeitgenössische Kunst), ERKENNEN, dass Kultur auch immer etwas mit Kommunikation und Verständigung zu tun hat.” (Glaser 1993, Konzeption, S. 3).

Im September 1998 übernahm Karin Paul die Leitung der Einrichtung von Hannelore Glaser. Einer der wichtigsten Punkte des konzeptionellen Ansatzes Karin Pauls ist die Überzeugung, dass der kreative Umgang mit verschiedenen Sinnen, Werkzeugen und Materialien einen wesentlichen Beitrag zum ganzheitlichen Lernen und zu Persönlichkeitsentwicklung leistet.

Mitte 2012 bis Mitte 2015 gab es eine Doppel-Leitung in der Offenen Kreativ-Werkstatt, bestehend aus Martina Leonhardt-Messer und Bettina Meier. Seit Juli 2015 leitet Frau Meier die Werkstatt.

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